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La Dolce Vita - Lily Evans - 07.12.2021

Es gab die Zeit der Einsamkeit
Doch dann bist du hereingeschneit
Und ja, da war auf einmal klar
Die Zeit ist um und du bist da


# Mai 1982
# Krieg ist 2 Jahre vergangen dank Neville, Marlene und Dorcas sind verstorben
# Lily studiert Magische Trankkunde an der Magischen Universität von Neapel
# Wohnung im ersten Stock im magischen Viertel Neapels

Sanft küsste die Frühlingssonne ihre mit Sommersprossen besprenkelte Haut. Tausend und abertausend zierten ihren blassen Körper, der trotz der warmen italienischen Temperaturen zunächst zu einem Sonnenbrand tendierte, ehe er braun wurde. Lily kannte inzwischen die Eigenheiten ihres britischen Körpers. Während er bis zu ihrer Volljährigkeit dem regnerischen Wetter ihrer Heimat ausgesetzt gewesen war, lebte sie seit Beendigung des Kriegs in Italien. Ihr ursprünglicher Plan, direkt nach ihrem Schulabschluss ins Ausland zu gehen war an zwei Punkten gescheitert. Erstens: Der Orden des Phönix brauchte sie. Lily hätte nicht mit der Schuld leben können, nicht alles getan zu haben, um ihre Freunde zu retten. Gestorben waren trotzdem viele. Unter anderem ihre beste Freundin Marlene, deren Lieblingsarmband sie seitdem ständig an ihrem Handgelenk trug. Auch Dorcas war gestorben. Von ihren besten Freundinnen lebten nur noch Mary, die inzwischen verheiratet und stolze Mutter einer kleinen Tochter war, und Greta, die inzwischen eine gefeierte Kochbuchautorin war. Und dann war noch sie selbst: Die Auswanderin, die nach Jahren der Stagnation endlich ihren Traum erfüllt hatte, und nach Italien gegangen war.
Der zweite Punkt ihrer verzögerten Auswanderung trug einen Namen: Rabastan Lestrange. Bereits zu Schulzeiten hatte sie sich in den Jüngeren verliebt. Als Du-weißt-schon-wer mächtig geworden war und die Lestranges sich als Todesser offenbart hatten, war der Lockenschopf zwischen die Fronten geraten. Und sie, als muggelstämmiges Mädchen, ebenfalls.
Es waren dunkle Zeiten gewesen. Dunkle Zeiten, die sie mit dem Tod zweier Freundinnen bezahlt hatte.
Lily schob sich den Träger ihrer Tasche ein wenig weiter die Schulter hinauf. Die inzwischen 22-Jährige lächelte der Sonne entgegen. Sie liebte das warme italienische Wetter trotz der vielen schichten Sonnencreme, die sie stets auf ihre Haut auftragen musste. Sie liebte, dass es hier Sonne gab. Sie liebte das Meer, welches sie von ihrem Weg nach Hause aus der Ferne sehen konnte. Sie liebte, dass hier der Krieg keine Spuren hinterlassen hatte. Hier konnte man einen Neuanfang starten. Hier, in Neapel, gab es keine Schattenseiten. Die warme Frühlingssonne ließ dies nicht zu.
Das weiße Sommerkleid, welches unter der Brust kleine Raffungen aufwies, die in einem luftigen Rock endeten, tanzte um Lilys Knie. Ihre Füße steckten in hübschen Sandalen, während an ihrem Handgelenk nicht nur Marlenes Armband, sondern auch ihr Fischarmband klimperte. Auf ihrer Nase saß eine dunkel getönte Sonnenbrille, die sie bereits in ihrer Schulzeit besessen hatte. Die Tasche war ebenfalls ihre ehemalige Schultasche, nur mit dem Unterschied, dass darin zwischen nicht mehr Schulbücher steckten, sondern Materialien, die sie für die Universität brauchte. Seit zwei Semestern besuchte die Rothaarige die Magische Universität von Neapel und belegte dort Magische Trankkunde. Ihren Plan, Meeresbiologie zu studieren, hatte sie noch während des Kriegs verworfen. Nicht einmal hatte ein Trank Rabastan und ihr das Leben gerettet und sie wollte, dass ihr Wissen auch anderen Menschen half.
Davon abgesehen machte es tierischen Spaß. Heute Morgen hatte Lily eine Vorlesung zum Thema Belladonna und ihre Wechselwirkungen gehört und wie immer hatte sie eifrig mitgeschrieben. Leider hatte sie nur zwei Stunden in den heiligen Hallen der Universität verbringen können, weshalb sie sich anschließend ein Zitroneneis gekauft und nach Hause geschlendert war. Ihre Wohnung lag ebenfalls im magischen Viertel von Neapel und war nur zwanzig Gehminuten entfernt. Häufig fuhr Lily mit dem Rad, doch nachdem bereits heute Morgen das Wetter so schön gewesen war, hatte sie den Fußweg gewählt.
Das Haus war eines der vielen kleinen Reihenhäuser, die von engen Seitengassen getrennt waren, zwischen denen Wäscheleinen gesponnen waren. Die gelbe Farbe des Hauses blätterte ebenso ab wie die Lackierung der dunkelgrünen Metallbalkone, doch Lily liebte es. Sie liebte jede abgeplatzte Stelle der Farbe, unter der zumeist hässlicher Mörtel oder Rost hervor blitzte. Für sie gehörte diese Optik zu ihrem neuen Leben dazu.
Immer noch mit der Eiswaffel in der Hand schloss Lily die Eingangstür des Hauses mit einem kleinen Wink ihres Zauberstabs auf, grüßte die Vermieterin aus dem Erdgeschoss in schwerfälligen aber nicht minder euphorischen italienisch und lief schließlich die alten Holzstufen in den ersten Stock hinauf. Auch dort wurde eine Tür mit ihrem Zauberstab angetippt, neben der auf dem Klingelschild Evans/ Lestrange stand. Lily liebte es, diesen unscheinbaren Zettel anzusehen, denn er zeugte von ihrem gemeinsamen Leben mit Rabastan.
Rabastan. Allein sein Name ließ ihr Herz schneller schlagen.
Sie stieß die Tür zur Wohnung auf. Stille herrschte in der Zwei-Zimmer-Wohnung, bestehend aus einer kleinen Küche, einem Bad, einem Wohnzimmer und einem Schlafzimmer. Es war klein, aber für Lily war die Größe genau perfekt. Am meisten liebte sie ihren Balkon, auf dem sie magische und nichtmagische Pflanzen zog, die sie für ihre Trankexperimente benötigte. Immerhin war es auf Dauer zu teuer, sich ständig neue Zutaten kaufen zu müssen.
Die Tür zum Balkon stand offen. Der weiße Vorhang wurde vom warmen Frühlingswind ergriffen und blähte sich leicht nach außen. Schweigend schloss Lily die Tür, legte ebenso leise die Tasche ab, schlüpfte aus ihren Schuhen und lief langsam los. Warf einen kurzen Blick in das Schlafzimmer, dessen Decken zerknüllt waren. Im Wohnzimmer war Rabastan ebenfalls nicht.
Vorsichtig schob Lily den Vorhang zur Seite und blickte nach draußen. Ein Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie Rabastan erblickte. Er saß auf einem der Holzstühle, die auf dem grau gefliesten Balkon standen, und schlief. Regelmäßig hob und senkte sich sein Atem, während sein Arm gen Boden hing und nur noch mit zwei Fingern ein Büchlein hielt. Offensichtlich hatte er das schöne Wetter ebenfalls genutzt und war während des Lesens eingeschlafen.
Die Rothaarige bewegte sich leise auf einen ihrer Blumenkästen zu und zupfte sich einen Stängel Lavendel ab (benötigte sie vor allem für Tränke gegen Schlaflosigkeit oder Stress), schob sich den letzten Bissen Eis in den Mund, schob sich die Sonnenbrille auf den Kopf und beugte sich schließlich zu ihrem schlafenden Freund hinab. Seine Augenlider zuckten. Es war nicht unüblich, dass er von Alpträumen heimgesucht wurde, doch im Moment wirkte er für seine Verhältnisse ziemlich entspannt. Erneut lächelte die Ältere, ehe sie den Lavendelstängel nahm und sanft seine Nase entlang fuhr. Ließ den lilafarbenen Kopf der Blume unter seiner Nase entlang streichen, seine Wange entlang fahren und schließlich sein Ohr nach oben, wobei ihre Augen vor Schalk funkelten. „Buongiorno Bellissimo“, sicherheitshalber ging sie einen Schritt zurück, sodass Rabastan nicht auf die Idee kam, sich für ihren Weckservice zu rächen, wobei Lily weiterhin den Lavendel zwischen ihren Fingern hielt. Wenn Rabastan wollen würde, könnte er sie trotzdem mit Leichtigkeit erreichen. Vom Balkon aus war das strahlend blaue Meer sichtbar. Lily hatte jedoch keinen Blick für die blaue Schönheit, war sie doch viel zu sehr damit beschäftigt sich an Rabastans Anwesenheit zu erfreuen. Der Krieg hatte jeden Moment so kostbar gemacht. „Während du auf der faulen Haut lagst, habe ich schon eifrig gelernt.“, ihre Fingerspitzen drehten den Blumenstängel zwischen diesen, während Lily warm zu Rabastan hinablächelte, „Wusstest du, dass man Belladonna bei einer Bindehautentzündung verwenden kann? Ich nicht. Ich fand es aber wesentlich spannender, dass man Belladonna für einen Schlafsud verwenden kann…aber den brauchst du offensichtlich nicht.“ Sie kicherte. Rabastan sah so süß aus, wenn er gerade erst aufwachte.


RE: La Dolce Vita - Rabastan Lestrange - 12.12.2021

Manchmal glaubt man das Leben wäre vorbestimmt. Als wäre schon bei unserer Geburt festgelegt was einmal aus uns wird, wie wir leben werden und wie wir sterben.
Rabastan hat lange gedacht das es für ihn keine Zukunft gibt. Wenn er an seine Zukunft dachte, dann waren dort die steilen Klippen einer Küste, eisige Mauern und Kälte.
Askaban. Seine Visionen hatten es ihm gezeigt immer und immer wieder.
Es war schlimm, hatte ihn beinahe den Verstand gekostet... bis es dann plötzlich einfach aufgehört hatte.
Der Grund dafür? Rabastan hat es nie erfahren, doch wenn er tief in sich hört und auf eine kleine Stimme lauscht, so hat er vielleicht doch eine Idee. Eine Idee von seidig weichem roten Haar, Sommersprossen und grünen Augen.
Er hätte nie gedacht, dass jene Nacht am Astronomieturm - diese rein zufällige Begegnung sein Leben für immer verändern könnte. Oder war es am Ende auch Schicksal?
Lily Evans hatte etwas in ihm ausgelöst. Sie glaubte an das Gute in ihm. Sie sah sein gutes Herz, selbst wenn er selbst es nicht konnte und sie liebte ihn wegen seiner selbst und nicht weil er den Namen Lestrange trug.
Sie öffnete ihm die Augen und lies ihn seine Denkweise überdenken. Er hinterfragte plötzlich Dinge, die ihm von klein auf beigebracht wurden. Er machte sich Feinde und gewann im selben Zug Freunde.
Freunde, die ihn jedoch nicht vor dem Krieg beschützen konnten. Vor dem Krieg und vor seiner eigenen Familie.
Er war untergetaucht, hatte sich versteckt und lebte auf der Flucht. Viele Jahre lang.
Die Zeit war nicht einfach und doch hatte er es irgendwie überstanden. Er hatte überlebt, nie ein Dunkles Mal empfangen und in den wenigen sicheren Gelegenheiten, die sich ergaben erlaubte er es sich zu lieben.
Heimlich und oft unter nervenaufreibenden Bedingungen hatte er sich mit Lily getroffen. Lily... seine mutige Lily... half dem Orden des Phönix. Eine Tätigkeit, die Rabastan nicht immer gut hieß, denn sie bedeutete Gefahr. Gefahr für seine große Liebe, die er eigentlich vor diesem Krieg bewahren wollte.
Doch er hatte schnell gelernt: Wer möchte, dass eine Blume ihre vollkommene Schönheit erreicht, der muss sie wachsen lassen. Er konnte sie nicht davor beschützen und sie auch nicht hindern zu helfen. Sie hatte es sich in den Kopf gesetzt und nichts und niemand würde sie hindern. Er ließ sie machen, half aus dem Hintergrund soweit es möglich war und war für sie da, wenn sie ihn brauchte.
Man muss wohl nicht erwähnen, dass Rabastan unglaublich stolz auf sein Mädchen ist.

Damals in diesen düsteren Zeiten hätte er nie geglaubt, dass er eines Tages auf einem kleinen Balkon mitten in Neapel liegen würde und die Sonne genießen würde. Doch der Krieg endete. Die Geschichte der beiden bekam ihr Happy End. Ein Happy End, was in dem Fall ein gemeinsames glückliches Leben bedeutete. Er wanderte gemeinsam mit Lily aus damit sie an der magischen Universität Trankkunde studieren konnte. Eigentlich hatte sie es nicht wirklich nötig arbeiten zu gehen. Als letzter Lestrange und damit Erbe einer Blutlinie hatte er genug Geld um sich und Lily ein angenehmes Leben zu finanzieren. Sie würden sich nie Sorgen machen müssen. Zumindest nicht finanziell. Aber Lily liebte eben ihren Job.
Und Rabastan? Er liebte es faul auf der Haut zu liegen. Er mochte sein bequemes Leben und hatte begonnen eines seiner alten Hobbys aufleben zu lassen. Er schrieb. Gedichte, Artikel für die örtliche Zeitung, dann mal wieder nur für sich selbst... eben das worauf er gerade Lust hatte. Beruflich konnte er es nicht machen, denn dazu war er viel zu faul und unzuverlässig. Er schrieb nur wozu er Lust hatte. Und besonders wann er Lust hatte.

Gerade hat er jedenfalls keine Lust. Lieber liegt er hier in der Sonne auf der bequemen Sonnenliege. Seine Haut vertrug die Sonne noch nie gut, aber zum Glück gibt es Zauber um sich zu schützen. So ist seine Haut noch immer von einem Farbton und einer Vollkommenheit, die an weißen Marmor erinnert.
Ein Hemd bedeckt seine Schultern, doch es ist offen und entblößt seine nackte Brust auf der locker die Kette mit dem Drachenzahn liegt, die er schon seit Kindestagen trägt.
Es mag ein bisschen nostalgisch sein die Kette immer noch zu tragen und es erinnert ihn eben auch an diese düstere Zeit, doch die Erinnerungen an damals gehören zu ihm. Sie gehören zu ihm so wie das Notizbuch, welches er in den Händen hält.
Es ist sein altes Notizbuch von früher, in das er zu der Zeit allerlei Gedichte und Geschichten geschrieben hatte. Selbst den ersten Liebesbrief an Lily hatte er damals darin geschrieben und die Seite dann vorsichtig herausgetrennt um sie ihr zu geben.
Er erinnert sich noch ganz genau an die Zeilen, die er damals nach ihrem ersten Treffen schrieb... "Love a girl who..."

Irgendwann muss er wohl eingeschlafen sein, versunken in glücklichen Erinnerungen, denn als er wieder wach wird kitzelt ihn etwas an der Nase.
Zu Zeiten des Krieges wäre er nun aufgesprungen, wäre allzeit zum Kampf bereit. Auch jetzt macht sein Herz einen Satz. Jedoch eher aus Freude.
Seine Lippen verziehen sich zu einem Grinsen und als die Lavendelblüte an seinem Ohr ankommt schlägt er die Augen auf.
Müde blinzelnd lauscht er ihren Worten, fährt sich selbst mit einer Hand durchs Haar und nimmt sich einen Moment sie einfach nur anzusehen.
Sie sieht wunderschön aus. Wie eine Blüte nach einem Waldbrand ist sie aufgeblüht nachdem der Krieg beendet war. Seine Blüte. Seine Lily.
Als sie fertig ist, erhebt er sich langsam. Das Notizbuch wird auf dem Stuhl abgelegt, während Rabastan rüber zu Lily geht. Sanft finden seine Hände ihre Hüften, woran er sie sanft zu sich zieht bis kaum mehr ein Blatt ihre Körper trennt.
Ein verheißungsvoller Kuss voller Leidenschaft wird getauscht. Voller Liebe und Sehnsucht und noch immer so intensiv wie damals auf dem Astronomieturm. Nur das es diesmal keine düsteren Gedanken gibt, die es ruinieren könnten.
"Wusstest du, dass du wunderschön bist?", murmelt er und lehnt seine Stirn sanft an ihre, während er für einen Augenblick einfach nur ihre Nähe genießt.
Lange währt der Frieden jedoch nicht, denn dann packt Rabastan sie schon und zieht sie mit sich zu der Sonnenliege, auf der er sich setzt und sie auf seinem Schoß platziert.
"Du warst viel zu lange weg, ich habe mich gelangweilt...", murmelt er und vergräbt seine Nase in ihrem Haar um den sanften Zitronenduft einzuatmen.
"Große Pläne für den Abend? Wollen wir ausgehen? Ich könnte dich zum Tanzen ausführen... oder für dich kochen, wenn du eine neue Küche haben willst"
Denn Rabastans Kochkünste würde wohl keine Küchenzeile heile überstehen.


RE: La Dolce Vita - Lily Evans - 13.12.2021

Lily liebte die Morgenstunden in Italien. Während gegen Mittag die Sonne erbarmungslos auf die Einwohner der Stadt niederbrannte, war es morgens noch kühl genug, um ohne Kopfbedeckung draußen zu sein. Das tückische am italienischen Wetter war die leichte Meeresbrise, die vermeintliche Abkühlung versprach, während man insgeheim einen ausgeprägten Sonnenbrand ausbildete. Lily wusste, dass Rabastan einen Sonnenschutzzauber perfektioniert hatte, doch der Nachteil dieses Zaubers war, dass sich weder ihre Haut bräunte, noch die tausend Sommersprossen auf ihrem Körper sprossen, die bei jedem Blick in den Spiegel davon zeugten, dass sie es geschafft hatte: Sie lebte ihren Traum in ihrem Lieblingsland. Ein juckender Sonnenbrand war wohl der geringste Preis, den sie dafür zahlte. Davon abgesehen war sie inzwischen richtig gut darin eine Salbe herzustellen, die die gereizte Haut mit Feuchtigkeit versorgte und heilen ließ. Zwar roch sie nicht allzu appetitlich, aber Lily liebte es, sie direkt vor Rabastan aufzutragen und sich über das Zucken seiner Nasenflügel zu amüsieren, wenn die penetrant nach Salbei riechende Salbe die Luft verpestete.
Im Moment musste sich Lily jedoch nicht mit einem Sonnenbrand herumschlagen. Ihre gebräunte Haut wirkte gesund. Das rote Haar hatte einen leichten orangestich angenommen, sodass es noch mehr an Flammen erinnerte. Die Hexe drehte weiterhin den Lavendel zwischen ihren Fingern. Ein leichter Geruch nach dessen Blüte breitete sich aus. Lily lächelte, was wohl auch an Rabastan lag, dessen Mundwinkel trotz geschlossener Augen leicht zuckten. Langsam schlug er seine Augen auf und gestattete ihr einen Blick in seine dunklen Iriden. Würde sie nicht einen Monolog über Belladonna halten, wäre die Gefahr zu groß wortlos zu bleiben und ihn anzustarren. Den Schwung seiner Wimpern zu beobachten, über das weiche Haar nachzudenken oder darüber, dass er sein altes Notizbuch zwischen den Fingern hielt. Lily hatte jenes Büchlein schon oft gesehen. Es war voller Gedanken und Notizen, die sie manchmal erschreckten; Manchmal bestürzten; Manchmal die Röte in ihre Wangen trieb. Auch diesmal fragte sie sich, was Rabastan auf den leeren Seiten festgehalten hatte, doch er ließ ihr keine Chance danach zu fragen. Stattdessen erhob er sich, wobei das offene Hemd zurückrutschte, sodass ein Teil seiner nackten Brust bedeckt wurde. Lilys drehende Fingerbewegung stockte, als ihr Freund seine Hände auf ihre Hüften legte. Durch den dünnen Stoff des weißen Kleides spürte sie seine Wärme. Lilys Herz begann schneller zu pochen, wobei sie nach oben blickte und Rabastan anlächelte. Wenn er sie so ansah, fühlte sie sich sichtbar. Als würde er jeden ihrer wirren Gedanken kennen und jeden einzelnen davon lieben.
Sie hätte niemals gedacht, dass ein Mensch so viel Glück verspüren könnte.
Lily ließ sich in den Kuss fallen, der ein leichtes Ziehen durch ihren Körper bewirkte. Ihre Finger schoben sich in sein dunkles Haar und in einem weiteren Anfall von Schalk schob sie Rabastan den Lavendel hinter das Ohr, während sie ihre Lippen auf seine drückte.
Als sie sich voneinander lösten, war die Rothaarige leicht atemlos. Mit leicht geöffneten Lippen starrte sie in Rabastans dunkle Augen und versuchte – wie immer- nicht in tiefe Verlegenheit zu fallen, wenn er ihr ein Kompliment machte. Lily hasste es, dass sich immer noch ihre Wangen leicht färbten, wenn er sie so ansah und dabei flüsterte dass sie wunderschön sei. „Wusstest du, dass du leichten Mundgeruch hast?“, sie kicherte, wobei sie versuchte die romantische und gleichzeitig prickelnde Stimmung zwischen ihnen zu vernichten. Immerhin war sie Lily Evans, das Mädchen mit dem kühlen Kopf (meistens), welches Rabastans Süßholzraspelei durchschaute. Er konnte nicht anders, als allem und jedem Komplimente zu machen. Und doch glaubte sie ihm jedes Wort, welches er an sie richtete.
Rabastan zog sie mit sich und bereitwillig folgte Lily ihm. Ließ sich so auf seinem Schoß nieder, dass sie seitlich auf ihm saß und sie einen Arm um seinen Hals schlingen konnte. Sanft fuhren ihre Fingerspitzen über seinen Haaransatz in seinem Nacken und sie legte ihren Kopf leicht schief, während er sich – ganz der Reinbluterbe – beschwerte, dass sie zu lange weg gewesen sei und er sich gelangweilt habe. „Du hättest ja das Geschirr spülen können“, grinste sie breit, „Oder meine Pflanzen gießen.“ Sie ließ ihren Blick kurz über das Grünzeug in den Töpfen schweifen. „Die Tomate lässt schon ganz traurig ihre Blätter hängen“, sie rutschte ein wenig auf seinem Schoß herum. Nicht nur, damit sie bequemer saß, sondern auch um ihn ein wenig zu ärgern. Sie spürte Rabastans warmen Atem auf ihrem Hals, als er sein Gesicht in ihrem Haar vergrub und lauschte seinen gemurmelten Worten. Bei der Erwähnung der Küche lachte sie laut auf: „Oh Gott, jetzt wo sie endlich wieder funktioniert?“ Sie würde sich nie daran gewöhnen, Merlin anstatt Gott zu sagen. Kurz dachte sie an Rabastans letzten Kochversuch und wie sie versucht hatten, das Mobiliar zu retten. Ihre Vermieterin war nicht allzu begeistert gewesen, doch Lily musste bei dieser Anekdote immer noch lachen. „Auch wenn ich sagen muss, dass ich dir wirklich gerne beim Kochen zusehe…Wir müssen eh einkaufen. Ich habe heute Morgen das letzte Stück Käse gefrühstückt. Was hast du heute schon gegessen?“


RE: La Dolce Vita - Rabastan Lestrange - 01.01.2022

Die Tage hier am Meer sind lang. Oft glaubt Rabastan sie wollen gar nicht verstreichen, während er hier auf der Sonnenliege liegt und darauf wartet, dass Lily Heim kommt. Die frische Luft zusammen mit der Hitze führt dazu, dass sich eine gewisse Müdigkeit in den Alltag der Menschen schleicht.
Die Italiener, sie sind dennoch sehr motiviert. Schon früh gehen sie joggen, Fahrrad fahren oder ständig schwimmen, um sich Mittags dann auf die faule Haut zu legen und der schlimmsten Hitze zu entgehen.
Rabastan bewundert die Italiener dafür. Jeden Morgen tut er das, wenn er sich aufrafft und sich vom Bett zu der Sonnenliege auf dem Balkon bequemt, während Lily schon Arbeiten ist.
Dort tut er nicht viel, außer die Muggel zu beobachten, Zeitung zu lesen oder selbst ein bisschen zu schreiben. Aber er kann es sich eben leisten.

Seine wahre Bezahlung jedoch erfolgt nicht durch Geld, sondern durch den Sonnenschein, der jeden Abend zu ihm zurückkehrt. Lily Evans... seine Lily.
Es ist das schönste aller Gefühle für ihn, wenn er sie nach einem langen Tag in die Arme schließen kann. So wie jetzt, als er sie zärtlich zur Begrüßung küsst, kaum das er aufgestanden ist.
Rabastan spürt, wie sie ihm den Lavendelzweig hinters Ohr schiebt. Als ob er nicht auch so schon aussehen würde wie ein junger Gott!
Für sie erträgt er es jedoch gern. Für sie würde er alles tun.
Für die mit Sommersprossen bedeckten Wangen, die sich nun in einem süßen Rosa färben, kaum das ein erstes Kompliment seine Lippen verlassen hat. Er hat nie aufgehört mit ihr zu flirten. Süße Komplimente zieren ihren Alltag. Manchmal sogar ein bisschen unverschämt teilt er ihr regelmäßig mit wie hübsch sie ist und wie sehr er sie liebt. Er ist charmant, ein Gentleman... und sie? Sie ist Lily Evans!
Lily Evans, die sich nicht zu fein ist, ihm mitzuteilen, dass er anscheinend leichten Mundgeruch hat.
Wow... was für ein Abturner.
Er hebt sparsam eine Augenbraue und sieht sie mit schief gelegtem Kopf an. "Ich bin Rabastan Lestrange. Glaubst du wirklich jemand so vollkommenes wie ich könnte Mundgeruch haben? Du solltest deine Aussage dringend überdenken.", murmelt er.
Er greift nach seinem Zauberstab, erwischt jedoch erst den Lavendelzweig, den er daraufhin sanft hinter Lilys Ohr schiebt. Dann erwischt er wirklich seinen Zauberstab und aus der Küche schwebt auf einen Wink hin ein leuchtend roter Kirschlolly zu ihm rüber.
Die Verpackung ist schnell entfernt und schon landet der Lolly zwischen den hübsch geschwungenen Lippen des Lestrange.
Der Geschmack nach süßer Kirsche vertreibt schnell jeden übel riechenden Duft, obwohl dieser ja seiner Meinung nach eh nie existiert hat. Zudem färbt der süßliche Farbstoff seine Lippen und seine Zunge bald rot.

Zusammen mit Lily landet er auf der Sonnenliege und sie beginnt aufzuzählen was er heute alles hätte sinnvolles tun können.
Still bleibt Rabastan sitzen, hält einen Arm um ihre Taille gelegt und hört zu, während er gedankenverloren ein wenig mit dem Lolly zwischen seinen Lippen spielt.
Ob sie weiß, wie süß sie ist, wenn sie mit ihm schimpft? Besonders weil sie es ihm eben doch nicht übelnehmen kann. Hin und wieder muss er sich mal etwas Mühe geben, doch spätestens wenn er sich beim Versuch das Haus zu putzen wieder mal zu dumm anstellt oder die Küche halb abfackelt, erledigt sich dies schnell von selbst und er darf sich wieder zurücklehnen und sein Leben von der Sonnenliege aus genießen.
Das tut er auch jetzt, ganz besonders jetzt sogar, während Lily ein wenig auf seinem Schoß herum rutscht und dabei sofort Dinge in ihm auslöst, die so gar nichts mit einkaufen oder kochen zu tun haben.

Er umfasst den Lolly am Stiel und mit einem sanften Schmatzen entkommt er seinen Lippen. Wie heißt es doch so schön? In einer Beziehung teilt man alles. Genau das trifft nun auch auf den Lolly zu, der zwischen Lilys Lippen verschwindet und praktischer weise ebenfalls dafür sorgt, dass sie aufhört zu schimpfen.
Rabastan jedoch lehnt sich etwas vor und bedeckt ihren schlanken Hals mit einem ersten leicht klebrigen Kuss.
"Hab wirklich noch nicht viel gegessen heute...", murmelt er leise zwischen zwei Küssen, die ihre Haut leicht rosa färben. "Fühle mich eh schon ganz schwach... wir sollten erst später einkaufen gehen. Vielleicht legen wir uns vorher noch ein wenig hin, hm? Du bist doch sicher müde nach der Arbeit..." Und hinlegen würden sie sich, aber das definitiv erst nach anderen Aktivitäten, die Lily ihm dort gerade durch ihr herum gerutsche auf seinem Schoß sehr schmackhaft gemacht hat. "Wir könnten auch erst duschen gehen?", raunt Rabastan leise an ihrem Ohr und atmet den süßen Duft des Lavendelzweigs ein, bevor er sich wieder etwas zurücklehnt und Lily ansieht.
Er greift liebevoll nach dem Stiel des Lollys und mustert dabei ganz besonders ihre hübsch geschwungenen Lippen, bevor er sich selbst den Lolly betont langsam wieder zwischen die Lippen schiebt.
Nun sind Lilys und auch seine Lippen ganz rot von dem Farbstoff des Lollys. Süß und klebrig befindet sich die Zuckermasse an ihren Lippen und nun auch an Lilys Hals, wodurch es nicht verwunderlich ist, dass schon bald eine erste Wespe angeschwirrt kommt.
Rabastan jedoch grinst nur und nutzt diese Gelegenheit um Lily hochzuheben. Die Arme hatte sie eh schon um seinen Hals gelegt. Nun muss sie nur noch ihre Beine um seine Hüfte schlingen. Den Rest erledigen seine Hände, die sich nun wohl unmissverständlich nur deswegen an ihrem Hintern befinden um sie zu tragen.
Erst in der Wohnung hält er inne. "Dusche oder Bett?", nuschelt er an dem Lolly vorbei. Einkaufen? Das könnten sie morgen noch erledigen.


RE: La Dolce Vita - Lily Evans - 02.01.2022

Hätte Lily geahnt, dass Rabastan sich mit einem jungen Gott verglich, hätte sie ihm offen ins Gesicht gelacht. Zwar musste sie insgeheim zugeben, dass ihr Freund wirklich toll aussah, aber für die Optik des jungen Gottes fehlte es den gestählten Bizeps und das Sixpack, welches irgendwo beim Faulenzen zwischen Liege und Bett verloren gegangen war. Immerhin spielte Rabastan kein Quidditch mehr. Lily schleifte ihn gerne mit zum Stand um mit ihm gemeinsam zu Schwimmen, was wohl der einzige Grund dafür war, dass er nicht völlig aus der Form war, aber Hercules hätte bei Rabastans Anblick wohl trotzdem amüsiert gelächelt.
So wie Lily nun lächelte, als Rabastan aufgrund ihrer Aussage bezüglich seines Mundgeruchs nicht allzu amüsiert war. Seine dichte Augenbraue hebt sich leicht und sein Kopf legte sich leicht schief. Die Studentin konnte nicht anders: Ihr freches Grinsen wurde ein wenig breiter. „Natüüürlich“, stimmte sie ihm gespielt zu. Manchmal war sein Ego wahrlich erstaunlich. Obwohl er so viel von seiner Erziehung hatte ablegen wollen und von sich gestoßen hatte, waren einige Züge doch zurückgeblieben. Beispielsweise die Tatsache, dass er Rabastan Lestrange für unfehlbar hielt. „Ich denke darüber jeden Morgen vor dem Zähneputzen nach“, sie hielt den schalkhaften Blick für einen Moment aufrecht, ehe Rabastan den Blickkontakt löste, indem er sich hinter das Ohr griff. Seine Fingerspitzen ertasteten den Lavendelzweig, der in seinem dunklen Haar so hübsch aussah, zogen diesen jedoch aus seinen Locken hervor und steckten ihn schließlich hinter Lilys Ohr. „Mhm“, der Drang, den Zweig aus ihrem roten Haar zu ziehen, war groß. Sie wusste, dass lila nicht mit ihrer Haarfarbe harmonierte. Vermutlich sah es albern aus, wenn sie Blumen im Haar trug. Wie ein Mädchen, welches versuchte femininer zu sein, als es eigentlich war. Und doch zögerte sie in ihrer Handlung. Immerhin wusste sie, dass es Rabastan Freude bereitete, sie hübsch zu sehen, auch wenn er nie müde wurde zu beteuern, wie hübsch er sie selbst im Schlafshirt fand.
Rabastan umgriff seinen Zauberstab und wirkte einen Zauber, den Lily nicht direkt einschätzen konnte. Das war der Nachteil der wortlosen Magie: Man wusste nie so genau, was sein Gegenüber beschworen hatte. Neugierig sah sie zu dem Schönen nach oben, der sogleich seinen Blick abwendete um auf ein Flugobjekt zu sehen, welches sich aus der Wohnung annäherte. Es war ein Kirschlolli. Kurz dachte Evans daran, dass sie erst gestern eine Packung Lollis gekauft hatten, die sie jedoch gänzlich in der Küche vergessen hatte. Hatte sie diese nicht lutschen wollen, wenn sie auf dem Balkon für die Universität arbeitete? Die Rothaarige ertappte sich dabei, wie sie Rabastan dabei zusah, wie er die Verpackung entfernte und anschließend die Süßigkeit zwischen seine hübschen Lippen schob.
Lily schluckte, während ihr Blick einen seltsamen Glanz bekam. Dieser Verräter wusste ganz genau, wie anziehend er aussah, wenn er unschuldig mit seiner Zunge mit dem Lolli spielte. Lily verengte ihre Augen leicht, während sie demonstrativ den Lavendel aus ihrem Haar zog und halbherzig zurück in den Lavendeltopf legte, obwohl sie wusste, dass er nicht mehr wachsen würde. Allerdings hatte sie so einen guten Grund Rabastan nicht die Genugtuung des Sieges zu lassen, indem sie ihre Pflanzen betrachtete. Kurz warf sie einen Blick über den Balkon nach unten, wo sie ihre Nachbarin sah, die geräuschvoll einen Eimer Abwasser auf die Straße kippte.
Wieso sie dieses nicht mit dem Wink ihres Stabs verschwinden ließ, war Lily ein Rätsel. Es gehörte wohl zum Lebensstil einer italienischen Haushexe dazu, Altwasser auf Pflastersteine zu schütten.

Rabastan sah sie aus seinen dunklen Augen an, während der Stiel des Lollis mit der Bewegung seiner Zunge von links nach rechts und wieder zurück wanderte. Nur sanfte Bewegungen, die Lily in ihrer liebevollen Zurechtweisung etwas ablenkten. Allerdings wusste sie genau, was ihr Freund mit dieser Handlung vorhatte: Er wollte sie ablenken, damit er sich weiterhin vor dem Haushalt drücken konnte. Sie schnaubte durch ihre Nase, während sie ihre Augen leicht verdrehte. Anstatt einer Antwort oder zumindest eine zerknirschte Entschuldigung zog sich Rabastan langsam den Lolli aus den Mund, wobei er verboten verrucht aus seinen dunklen Augen zu ihr nach oben blickte. Lily zog es ernsthaft in Erwägung ihre Lippen fest zusammenzupressen, doch als ihr Freund mit der Süßigkeit sanft an die Unterlippe strich öffnete sie ihren Mund, wobei sie in Rabastans Augen blickte. Wieso kam ihr das lutschen einer Süßigkeit plötzlich so prickelnd vor?! Lag wohl daran, dass sie in diesem Moment an ganz andere Dinge dachte, die in den Mund genommen werden konnten. Lily legte ihren Kopf leicht zur Seite, um Rabastan mehr Spielraum an ihrem Hals zu gewähren, während er einen sanften Kuss auf ihre Haut drückte. Eine angenehme Wärme breitete sich von seinem Mund über ihren Hals aus und strahlte sanft in ihren Körper. „Mhmmh“, gab ihr verräterischer Körper von sich, während sie sich selbst eine Närrin schalt. Mal wieder würde Rabastan davonkommen mit seinem Lotterleben. Ihr erhabener Rabe.
Verdammt, sie war so verliebt in ihn.
Für einen Moment hielt sie den Lollistiel mit ihren Zähnen fest, als Rabastan seine Süßigkeit zurückerobern wollte, und sie ließ ihn erst nach zwei sanften Versuchen mit einem frechen Grinsen los. Der Lolli, der zuvor noch in ihrem Mund gewesen war, verschwand nun wieder in seinem Mund. Erst jetzt bemerkte sie das Summen an ihrem Ohr. Eine Wespe versuchte sich an ihren Hals zu setzen, was Lily eine durch die Luft wischende Handbewegung entlockte, um das Tierchen zu verscheuchen. Mit Wespen hatten sie hier ständig zu kämpfen. Eigentlich sollte die Tomate und der Lavendel diese nervigen Insekten fernhalten, doch offensichtlich lassen sie sich von ihren Kräutern und Pflanzen nicht fernhalten.
Kurz schweifen Lilys Gedanken zu einem Insektenschutzzauber, der womöglich ihre Probleme beheben könnte, als sie bemerkte, wie Rabastans Griff um ihre Hüften sich verfestigte. Reflexartig schlangen sich ihre Beine um die seinen, während sich auch ihre Arme enger um ihn schlangen. Der Stiel des Lollis kratzte kurz über ihr Kinn, während Rabastan sprach.
Dusche oder Bett?, erst jetzt wurde ihr bewusst, dass sie aufgrund dieser kompromittierenden Körperhaltung ihre Unterwäsche direkt gegen Rabastans Hüften drückte. Ihre Fingerspitzen vergruben sich in seinen schönen Locken, während sie ihren Kopf leicht schieflegte: „Wieso entscheiden müssen?“ Immerhin würden sie nach der Option Bett so oder so duschen gehen müssen. Der Tag war noch jung. Die Mittagssonne stand noch nicht einmal über dem Horizont. Sie könnten danach immer noch einkaufen.
Vorsichtig löste sie ihre Rechte aus der klammernden Haltung um seinen Hals und zog ihm den Lolli wieder aus den Mund: „Aber der gehört jetzt mir. Deine Zunge hat ab sofort was anderes zu tun.“ Meine Güte, früher hätte sie sich für solche Aussagen definitiv geschämt. Inzwischen tat sie diese mit einem dreckigen Grinsen ab, ehe sie ihre Lippen auf seine drückte und ihm einen fordernden Kuss schenkte, während ihr Arm wieder um den Hals geschlungen war und der Lolli gegen Rabastans Rücken an seinem Shirt schabte.


RE: La Dolce Vita - Rabastan Lestrange - 07.01.2022

Es ist nicht sonderlich förderlich den erhabenen Raben darauf hinzuweisen, dass er nicht ganz so perfekt ist, wie er es glaubt. Lily wird über die Jahre gelernt haben, das auf einen solchen Kommentar durchaus Stunden des beleidigten Schmollens folgen können, welches höchstens mit einer Kitzelattacke unterbunden werden kann. Lily's Lachen ist wohl das einzige, was Rabastan in jeder Lebenslage aufmuntern kann.
Wie Musik klingt es in seinen Ohren, nachdem er es viele Jahre über missen musste. Damals, als sie schlicht nichts zum Lachen hatten.
Heute jedoch ist er viel zu froh sie zu sehen und verschiebt die Zeit des Schmollens auf später. Viel mehr hat er nun einen anderen Plan... einen, der ihr sicher doch auch gefallen wird.
Lily sieht zunächst weg, was Rabastan schmunzeln lässt. Natürlich ist ein abgerupfter Blütenstängel interessanter als er selbst, wie er sich den Lolly durch die Lippen gleiten lässt. Ja selbst die Nachbarin ist interessanter... Natürlich.
Selbstbewusst grinst Rabastan vor sich hin und wartet ab bis er die Aufmerksamkeit seiner Prinzessin zurück erlangt. Darauf muss er jedoch auch gar nicht lange warten, denn sie kann dem Spiel seiner Zunge mit dem Lolly einfach nicht lange entgehen. Wer könnte das schon?
Doch genauso wird auch er in den Bann gezogen, sobald der Lolly sich zwischen ihren hübsch geschwungenen Lippen befindet. Es gibt so viel schönes an Lily... ihr feuerrotes wallendes Haar, die Sommersprossen auf ihren Wangen, ihre grünen leuchtenden Augen... doch in diesem Moment sind es definitiv ihre Lippen, die seine Aufmerksamkeit pachten. Das... und vielleicht doch der Ausdruck ihrer Augen, wie sie so verdammt unschuldig zu ihm hochsieht.
Sie beide denken wohl in diesem Moment an etwas anderes als das unschuldige Lutschen eines Lolly's. Sie beide wissen das und somit fühlt Rabastan sich auch nicht schuldig als er vor sich hin grinst.
Nicht lange lässt er ihr den Lolly, sondern stiehlt ihn bald zurück. Zuerst will sie ihn nicht hergeben, was Rabastans Grinsen nur breiter werden lässt. "Du bist frech."
Sanft stupst er ihr an die Nase, bevor sie dann auch schon fluchtartig den Balkon verlassen als die Wespe erscheint.

Einkaufen will Rabastan jedenfalls heute ganz sicher nicht mehr und das sollte Lily in der Position, in der sie sich gerade befindet - mit den Beinen um seine Hüfte geschlungen - auch sehr klar sein. Sehr sehr klar und deutlich sogar, immerhin hat die Shorts aus dünnem Stoff, die er trägt, dem nicht viel entgegenzusetzen.
Ihre Fingerspitzen vergraben sich in seinen dunklen Locken und am liebsten hätte er einen Moment lang genüsslich die Augen geschlossen, doch als sie so frech meint, sich nicht entscheiden zu müssen, leuchten seine Augen dann doch eher auf. Er hätte nach einem langen Arbeitstag auch vollkommen verstanden wenn Lily in ihren typisch grummeligen Zustand verfallen wäre und vielleicht sogar leichte Kopfschmerzen vorzuweisen hätte. Es hätte ihn nicht gehindert... er findet es nur umso süßer. Außerdem hat er nichts dagegen in dieser Hinsicht etwas Arbeit zu leisten. Er ist sich nicht zu fein seine Freundin etwas zu verwöhnen und sollte die Antwort trotz all der Bemühungen doch bei einem Nein bleiben, so würde er auch das akzeptieren und nur ein bisschen schmollen.
Sie nun jedoch so motiviert zu sehen... das spornt ihn schon ordentlich an.
Ihre nächste Aussage hinterlässt ihn trotzdem schon nahezu sprachlos. Fragend zieht er seine Augenbrauen nach oben. Manchmal bewundert er sie wirklich für sowas. Nach außen hin wirkt sie oft noch so unschuldig und brav wie früher... und dann überrascht sie einen mit diesen Aussagen völlig.
Zum Glück muss er ihr nicht mit Worten antworten, sondern kann seinen Willen ihrer Aussage Folge zu leisten sogleich beweisen indem er den Kuss erwidert. Leidenschaftlich und fordernd treffen ihre Lippen in einem heißen Kuss aufeinander.
Ja... Lily und unschuldig... diese zwei Worte gehören sicher nicht in einen Satz. Nicht mehr. Dafür hat Rabastan gesorgt.

Noch immer trägt er sie und weil er den Kuss nicht unterbrechen will stolpern sie mehr als das sie in Richtung Bad gehen. Mit dem Ellbogen versucht er die Türklinke zu betätigen und trifft natürlich dabei erstmal den Musikantenknochen.
Schmerzerfüllt keucht er leise in den Kuss, schafft es dann jedoch die Tür aufzudrücken, mit Lily hinein zu gehen und die Tür wieder zu schließen, an die er Lily sogleich mit dem Rücken drückt.
Hingebungsvoll küsst er sie, lässt sie nun jedoch langsam runter, wobei sich seine Hände von ihrer Hüfte hoch zu ihrer Taille bewegen und in diesem Zuge auch gleich ihr Kleid nach oben schieben. Wirklich praktisch so ein Kleid, denn man muss nur ein Kleidungsstück ausziehen um die darunter liegende Pracht zu enthüllen. Ein weiterer Vorteil Italiens gegenüber Englands Regenwetter...
Seine Hände sind noch heiß von der Sonne. Heiß und ganz weich, denn selbstverständlich hat Rabastan sehr gepflegte Haut... gut, er hat ja auch nie wirklich mit seinen Händen arbeiten müssen.
Der Stoff wird nach oben geschoben... Stück für Stück. Rabastan fährt mit den Händen über ihre weiche Haut, während er ihr das Kleid auszieht. Er hat es nicht eilig. Das hat er nie. Viel zu sehr genießt er diese Stunden.
Kaum ist das hübsche Kleid achtlos in einer Ecke gelandet, da werden Lilys freie Schultern auch schon mit sanften Küssen bedeckt. Küsse, die sich langsam ihren Weg an ihrem Körper herab bahnen. Hier und da intensiviert er die Küsse sanft, wissend, dass dort morgen kleine Andenken zu sehen sein werden.
Er wandert nach unten bis er an der weichen Haut ihres Bauches ankommt und somit nun vor ihr kniet.
Von dort sieht er nach oben und genießt für einen Augenblick den Anblick, der sich ihm bietet.
"Also du meinst, ich soll meine Zunge beschäftigen, hm? Die ganze Arbeit alleine machen...", murmelt er und nimmt Lilys Hand in seine, in der sie noch immer den Lolly hält. Dieser findet nun durch Lilys geführte Hand wieder ihren Weg zwischen seine Lippen und für einen Moment schenkt er hingebungsvoll dem Lolly seine ganze Aufmerksamkeit indem er ein wenig damit spielt und dabei auch durchaus seine Zunge benutzt.
Erst nachdem er einen höchst unschuldigen Blick zu Lily nach oben geworfen hat, kommt er auf die Beine.
So steht er vor ihr, den Lolly locker zwischen den Lippen.
Für einen Moment ist wohl nicht ganz klar was er plant, doch genau dies genießt er zu sehr. Die Unberechenbarkeit. Das Spiel.
Unangekündigt dreht er Lily sanft herum, sodass sie nun der Tür zugewandt ist. Im selben Moment kommt er ihr näher und stützt sich mit einem Arm neben ihr ab.
"Dabei warst du eigentlich sehr frech... hast mich in meinem Stolz verletzt. Ich bin mir leider gar nicht sicher ob du es verdienst verwöhnt zu werden.", murmelt er mit gespielten Bedauern in der Stimme.
Seine geschickten Finger öffnen unterdessen ihr Haar, sodass es in seichten Wellen ihren Rücken herabfällt. Liebevoll kämmt er die roten Strähnen mit seinen Fingern um sie dann zu einem lockeren Zopf zu flechten.
Jaa, er nimmt sich Zeit - manchmal liebt er es sie damit in den Wahnsinn zu treiben. Nun kann sie seinen warmen Atem an ihren Nacken spüren und seine Finger, die immer mal wieder die zarte Haut ihres Rückens streifen.


RE: La Dolce Vita - Lily Evans - 16.01.2022

Fussel an einem Lolli waren widerlich. Eine Erkenntnis, die wohl jeder bereits im Kindesalter erlangt hat. Ein unachtsamer Moment, indem die Süßigkeit an Kleidung schabte reichte, um diesen mit Flusen zu benetzen. Zumeist waren es nur wenige. Ein oder zwei, die man mit gespitzten Finger abzupfen konnte. Lily bemerkte ihre Unachtsamkeit nicht. Sie bemerkte nicht, wie der Kirschlolli eine klebrige Spur an Rabastans Hemd hinterließ, während sie ihren Freund küsste. Hitze, die nicht der italienischen Morgensonne geschuldet war, stieg in ihrem Körper auf, spürte sie die Nähe des Schönen doch so nahe bei sich.
Trotz der Vernachlässigung seines Trainings vertraute Lily auf Rabastans Körperkraft. Auch wenn ihre Oberschenkel von der Anstrengung, sich an seinem Körper festzuhalten, leicht zitterten, ging sie nicht davon aus, dass sie fallen würde. Es war immerhin nicht das erste Mal, dass der ehemalige Slytherin sie schwungvoll durch die Tür ins Wohnungsinnere trug (Lily musste sich leicht nach unten beugen, um nicht mit der Stirn gegen den Türrahmen zu knallen, was jedoch dem Kuss keinen Abbruch tat). Trotz alledem war sie insgeheim beeindruckt, dass sie es schafften, gemeinsam das Bad zu betreten, ohne dass sich jemand ernsthaft verletzte oder einem von ihnen die Muskeln versagten.
Nur für einen Moment nahm Rabastan seine Lippen von ihrem, um einen schmerzhaften Laut von sich zu geben, was Lily wiederrum kurz blinzeln ließ, doch da ihr Freund sogleich ihren Mund mit seinen Lippen verschloss, entschied sie insgeheim, dass er sich wohl nicht ernsthaft verletzt haben konnte. Sollte er mit seinem kleinen Zeh irgendwo hängengeblieben sein, würde er nicht voller Elan das Badezimmer betreten, sondern vielmehr über den stechenden Schmerz jammern.
Die Tür fiel hinter ihnen ins Schloss. Lily wurde kurz die Luft aus den Lungen gedrückt, als Rabastan sie dagegen drückte. Diesmal war es die Rothaarige, die in den Kuss keuchen musste. Vorsichtig wurde sie heruntergelassen. Ihre Beine zitterten weiterhin von der ungewohnten Anstrengung, doch Lily weigerte sich diese Schwäche ihres Körpers wahrzunehmen. Vielmehr war sie damit beschäftigt, sich unter Rabastans warmen, weichen Händen zu winden, die über den dünnen Stoff des Kleides fahren. Ihre Atmung wurde schneller, während ihr Freund mit geübten Bewegungen das weiße Kleidungsstück öffnete. Der Lolli war wie apathisch in ihrem leicht geöffneten Mund gelandet. Die Fussel, die daran hafteten, hatte sie nicht bemerkt, war sie doch viel zu sehr damit beschäftigt mit ihren grünen Augen Rabastans schwarze zu fixieren, die sie gefangen nehmen. Sie liebt es wenn er sie so ansieht. Nur sie. Sie ganz allein.
Etwas, was sie sich über die Jahre hinweg hatte erkämpfen müssen.
Nur sie.
Lily lächelte. Erinnerte sich daran, dass sie ebenfalls einen Willen hatte, auch wenn Rabastans Berührungen sie häufig willenlos machten, und schob das Hemd von seinen Schultern. Ließ es achtlos auf den Boden fallen, während Rabastan ihr Kleid in eine Ecke warf. Es landete irgendwo zwischen dem Waschbecken und dem Badschrank, wo es nun halb eine Waage verdeckte, die dort unbeachtet auf dem Boden stand.
Rabastan küsste sanft ihre Schultern und wanderte schließlich ihren Körper hinab. Hinab über den weißen BH mit den zitronengelben Spitzeneinsätzen und den ebenso gelben Punkten. Hinab über ihren Brustkorb und beendete seine Reise über dem gänzlich unpassenden grünen Höschen; Eine typische Lily-Kombination, die noch nie sonderlich viel Wert auf ihre Kleidung gelegt hatte. Einzig und allein die beiden Armbänder waren bewusst gewählt. Der Rest stellte eine Ansammlung an Zufällen dar, die zufälligerweise hübsch zusammenpassten.
Lily seufzte, wobei sie den Lolli wieder aus ihrem Mund nahm. Der Speichel hatte zumindest die Flusen gelöst, die ganz nebenbei aus dem Mundwinkel gewischt wurden. Mit verschleiertem Blick sah sie zu Rabastan hinab, der nun auf dem gelb gefliesten Boden vor ihr kniete. Ihre freie Hand war erneut in seinem lockigen Haar vergraben, welches sie so sehr liebte. Die stetige Sonne hatte es heller werden lassen. Zumindest hell genug um erkennen zu können, dass es braun war und nicht schwarz. „Rabastan…“, nicht aufhören schien ihre Stimme zu sagen. Schwer atmend sah sie zu ihm hinab, dankbar über die Rückenlehne, die sich ihr bot. Spätestens jetzt hätten ihre Beine nämlich eh zu zittern begonnen. Was gab es erotischeres, als diesen schönen Mann, der zu ihr nach oben blickte und sie wahrnahm?
Allerdings hatte sie ihn zuvor wohl ein bisschen zu sehr geärgert. Seine Worte ließen Lily wehmütig seufzen. Seine warme Hand umschloss die ihre und führte den Lolli zurück zu seinem Mund. Konnte man eifersüchtig auf eine Süßigkeit sein? Offensichtlich! Immerhin wusste sie, welche Wonnen Rabastans Zunge in ihr entlocken konnte. „Mhmmm“, entlockte er ihr ein Summen, mit dem sie sie leicht von der Tür abdrückte, um ihren verräterischen Körper Rabastan näherzubringen. Allerdings hat er andere Pläne. Als er aufstand, lutschte er den Lolli immer noch, wobei er bei der Bewegung nach oben leicht über ihre Haut geschabt hatte.
Dieser Blödmann genießt definitiv ihr Leiden. „Das ist mein Lolli“, ein Appell an ihre Selbstständigkeit. Ihren Willen und ihr Durchsetzungsvermögen, auch wenn Lily im Moment vielmehr ein zahmes Kätzchen als eine brüllende Löwin war. Sanft zog sie ihre Finger aus seinem Haar und ließ ihre Handfläche über seine Schulter seine Brust hinabwandern, fast so, als wollte sie durch Zärtlichkeit um Vergebung für ihre freche Art bitten, als Rabastan sie ruckartig umdrehte. Die Holzmaserung der Tür war deutlich vor ihren Augen, während sie mit wild pochendem Herzen seine erneute Nähe wahrnahm. Die Rothaarige spürte seine warme Haut auf ihrer, seinen warmen Atem an ihrer Schulter und ihrem Ohr und nahm die Worte wahr, die sie so oft schon in Ärger gebracht hatte. Sie wusste, dass sie auf ihre Weise frech war.
Sie wusste, dass Rabastan das insgeheim mochte.
Im Moment schalt sie sich jedoch eine Närrin, während sie spürte, wie der Slytherin ihre Frisur öffnete. Spürte seinen regelmäßigen Atem (viel zu regelmäßig), während er mit seinen Fingerspitzen warme Linien über ihren Rücken zeichnete, während er ihr Haar durchkämmte. Er liebte es sie zu quälen.
Allerdings war sie ebenfalls nicht unbewaffnet. Sie hob ihren Arm und schlang diesen um seinen Nacken, sodass sie ihren Rücken überdehnen musste und ihr Kopf leicht an seiner Schulter lehnte. Die Hand, mit der er zuvor noch das Haar durchkämmt hatte, war nun zwischen seinem Bauch und ihrem Rücken eingezwängt. Mit Absicht drückte sie ihren Hintern fest gegen ihn, während sie sich an ihn schmiegte. „Ach Rabastan. Sei doch nicht zu hart zu mir“, summte sie, die Hitze in ihrem Körper spürend, während sie dem ihres Liebsten so nahe war, „Ich mach es sicher wieder gut.“ Vermutlich hätte sie ihm im Moment alle Annehmlichkeiten (inklusive eine weitere Küchensprengung) versprochen, wenn er ihr ‚verzieh‘.


RE: La Dolce Vita - Rabastan Lestrange - 05.03.2022

Flusen... Flusen sind wie winzige Fäden. Sie sind kleine Stränge an Material, die so klein und leicht sind, dass sie schweben könnten. Frei schweben ohne eine Ahnung wohin sie später einmal geraten werden. Sie stellen eine freie Zukunft dar. Völlig losgelöst von der Vergangenheit. Etwas, was Rabastan früher nie für möglich gehalten hätte. Für ihn waren die Fäden der Vergangenheit und der Zukunft immer ein Netz an Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten. Eines, in dem man sich leicht verheddern konnte wie in dem Netz einer Spinne. Er fühlte sich verloren, gefangen und er wartete nur darauf das sein Leben in diesen Fäden ein Ende finden würde ... bis sich alles änderte.
Sie hatte alles geändert. Sie mit ihrem Lolly, an dem die losen Flusen nun kleben. Sie hatte alles verändert, hatte die Fäden entwirrt und ihn auf den richtigen Weg gebracht. Dabei hatte sie eine Selbstverständlichkeit und ein Selbstbewusstsein an den Tag gelegt, welches Rabastan bis heute absolut fasziniert. Lily war schon immer ein bisschen klüger als er. Während er in Panik verfiel, seine Sicht durch Visionen verklärt wurde oder er in schwachen Momenten der Dunkelheit der bösen Seite verfiel, behielt sie einen kühlen Kopf und konnte ihm - mal sanft, mal weniger sanft - den Kopf zurechtrücken.
Und das hat sie. Sie hat ihn gepackt und hat ihn mit nach Italien genommen, wo die Sonne ihr nötiges dazu beitrug um sein Gemüt etwas aufzuhellen.
Er spürt selbst heute noch oft ihren kritischen Blick, wenn er faul in der Sonne liegt oder gerade in seinem Tagebuch etwas formuliert. Sie soll keine Angst haben er könnte wieder in düstere Gedanken verfallen, doch manchmal wirft die Dunkelheit trotzdem ihre Schatten auf ihn. Er kann sich eben nicht völlig von seiner Vergangenheit losreißen. Besonders nachts suchen ihn oft Träume heim, doch mittlerweile weiß Lily ihm zu helfen. Allein schon ihre Nähe, ihre Wärme und ihre Zuneigung sind genug um seinen unruhigen Geist zu kontrollieren. Am schwersten jedoch wiegt ihre Liebe. Ihre bedingungslose vollkommende Liebe.
Dafür ist sich Rabastan nicht zu fein auch mal vor ihr auf die Knie zu gehen. Erhaben hin oder her, er würde morden für dieses wunderbare Gefühl ihrer Hände in seinem Haar und den Blick dieser sanften Augen, den sie ihm zuwirft und den er mit einem neckischen Grinsen erwidert.
"Oh dein Lolly, ja? Aber ich hab ihn abgeschleckt. Somit gehört er doch wohl eher mir.", murmelt er.
Ihre Hand liebkost seine Haut und er schließt genüsslich die Augen für einen kurzen Moment. Er merkt schon, dass sie versucht ihn so zu besänftigen damit er nicht böse ist wegen ihrer spitzen Bemerkungen. Aber das ist er sowieso nie. Er liebt es wenn sie ihm Kontra gibt, wenn sie zeigt das sie eine Löwin ist und nicht alles einfach so hin nimmt. Zwar schmollt er trotzdem gern und erkauft sich durch diese gefälschte Verletztheit etwas Mitleid, doch trotzdem liebt er es.
Er liebt willensstarke Frauen, die wissen was sie wollen. Das hat er schon immer.

Mittlerweile ist er jedoch auf die Füße gekommen und gerade ist sie da nicht ganz so allein. Auch er weiß gerade sehr sehr genau was er will. Er will sie und er will es wie immer am liebsten sofort. Also fast jedenfalls, denn das heißt nun nicht, dass er ihr rasch die Klamotten vom Leib reißt und ... Nein, definitiv nicht. Am Ende wird es eher wieder Lily sein, die sich über seine Langsamkeit die Augen verdreht, weil er am liebsten erst noch Gedichte formulieren würde über ihre Schönheit und die Sinnlichkeit des Moments.
So ganz hat ihn dieser Wahnsinn, diese ungezügelte Fantasie und die Liebe zum Dramatischen eben doch nie verlassen.
Das heißt jedoch nicht, dass sie sich würde langweilen müssen, denn was ist schon besser als eine gute Portion Schauspiel?
Er dreht sie mit dem Gesicht zur Tür und säuselt ihr ins Ohr wie ungezogen sie doch war, wohlwissend, dass es sie wahnsinnig machen wird weil er alles hinauszögert. Aber das ist ihm völlig egal. Selbstbewusst beginnt er ihr Haar zu öffnen und es mit seinen langen Fingern zu durchkämmen. Er liebt es wie seidig die Strähnen durch seine Finger gleiten und er liebt es genauso wenn sie beginnt zickig zu werden und zu meckern, weil es ziept. Dabei ist er ganz sanft und liebevoll zu ihr.
Wo wir wieder bei Mitleid und schmollen wären...
Rabastan spürt recht deutlich wie sie plötzlich ihren Körper an ihn presst. Besonders ihr wohlgeformter Hintern, der nun nur noch von der hübschen grünen Unterwäsche bedeckt ist, entlockt ihm dabei ein leises Seufzen und sie wird auch deutlich spüren warum, denn die dünnen Shorts aus weichem Stoff können nicht viele Geheimnisse für sich behalten.
Für einen Moment schließt er die Augen genüsslich. Beinahe hat sie ihn soweit, doch noch setzt er sich zur Wehr.
Nur kurz legt er seine Arme um sie, zieht sie an sich und haucht einen Kuss auf ihre Wange, dann schiebt er sie sanft aber bestimmt von sich mit der Hand die sich an ihrem Rücken befindet.
"Wenn du es wieder gut machen möchtest, dann benimm dich.", murmelt er an ihrem Ohr, bevor er sich wieder ihrer Frisur zuwendet.
Dank ihrer kleinen Showeinlage sind die Haare nun wieder hoffnungslos verknotet und er nimmt sich Zeit auch den letzten kleinen Knoten zu lösen und zu entwirren, auch wenn es ihr den letzten Nerv rauben wird.
Wann immer sie seufzt oder einen missfälligen Blick über ihre Schulter wirft, zupft er sanft an den Strähnen nur um sich daraufhin unschuldig zu geben. "Entschuldige. Ein Knoten"
Aber irgendwann... irgendwann ist selbst der erhabenste Rabe mit der Mähne seiner Löwin zufrieden. Er geht einen Schritt näher an sie heran, überwindet die letzte Distanz zwischen ihnen und legt seine Arme um ihre Taille um sie ganz an sich zu ziehen.
"Was würde dir denn einfallen um es wieder gut zu machen?", flüstert er an ihrem Ohr, während eine seiner Hände langsam über ihre weiche Haut weiter nach unten wandert. Weiter, bis zu dem Saum ihrer Unterwäsche um dort zu verweilen.


RE: La Dolce Vita - Lily Evans - 19.03.2022

Sie hatte noch nie verstanden was Rabastan an ihrem roten Haar fand. Schon während ihrer Schulzeit hatten ihre Mitschülerinnen sie für die feuerrote Pracht bewundert, während Lily ihre Begeisterung hierfür nicht nachvollziehen konnte. Nicht nur, weil es doch nur Haare waren, sondern auch weil es Menschen mit viel schöneren Haaren als sie selbst gab. Dorcas, beispielsweise, hatte Haare wie schwarze Tinte, die seidig ihren Rücken entlangfloss. Jene rabenschwarze Haarpracht war es wesentlich mehr wert liebevoll durchgekämmt und geflochten zu werden, doch aus ihr gänzlich unbekannten Gründen fand ihr Freund es toll ihr neue Frisuren zu zaubern, wobei er ganz genau wusste, dass es sie unruhig machte, wenn er zu lange an ihren Haaren herumspielte. Immerhin interessierte im Moment doch niemand, ob sie einen französischen Zopf oder einen Dutt trug, oder? Im Moment zählte vielmehr, dass sie noch Unterwäsche trug und Rabastan diese dünnen Shorts, die ihm kein Geheimnis überließen. Lily biss sich leicht auf die Unterlippe, während sie sich nah an ihm schmiegte und hoffte inständig, dass inzwischen schon genug Blut seinen Kopf verlassen hatte, um die Qual zu beenden. Doch Pustekuchen – Rabastan wies sie sanft zurecht, stellte sogar die Anforderung, dass sie sich benehmen sollte, und Lily gab ein Schnauben von sich. Benimm dich, war immerhin nichts, was eine junge Studentin hören wollte. Nicht einmal von ihrer Mutter und von ihrem Freund erst recht nicht. Die Löwin gab ein verärgertes Geräusch von sich und hörte die fadenscheinigen Entschuldigungen Rabastans, während dieser seelenruhig ihre Haare kämmte. Sie wusste ganz genau dass er sie mit Absicht ärgerte, und betrachtete schmollend die Maserung der Tür, gegen die sie weiterhin ein wenig gedrückt wurde, und wartete, bis der ehemalige Slytherin es endlich leid war an ihrer Mähne herum zu zupfen. „Was hältst du davon, eine Karriere als Friseur zu starten?“, feixte sie, wobei sie zugeben musste, dass ihre Erregung definitiv ein wenig abgenommen hatte, „Dann könntest du stundenlang in Haaren herumzupfen“ Ihre missmutige Rede wurde jäh unterbrochen, als Rabastan näher an sie herantrat und sie seinen Körper noch deutlicher spüren konnte. Just waren die Worte, die sie hatte sagen wollen, vergessen, während sie die Hand an ihrer Taille spürte, die sich bis zum Saum ihrer Unterwäsche vorarbeitete, während Rabastan ihr Worte ins Ohr flüsterte. Eine leichte Gänsehaut jagte ihren Körper entlang, während sie sich noch ein wenig fester gegen ihn drückte. „Mhm, ich könnte dir erlauben dass du mir morgen für die Uni wieder die Haare machst“, kam es ihr über die Lippen, wenn auch die Spitze in ihren Worten fehlte und ein wenig faselnd wirkte, war sie mit ihren Gedanken doch ganz woanders. Jene Position ließ ihr kaum Möglichkeiten zu agieren, weshalb sie nun versuchte sich zwischen Tür und Rabastan zu drehen, bis sie schließlich mit dem Rücken gegen das Holz lehnte, welches sie zuvor schmollend angestarrt hatte. Anstelle eines weiteren Angebots drückte sie erneut ihre Lippen gegen seine, während sie ihre Hände seinen Brustkorb entlang wandern ließ und ohne zu zögern die Hürde in Form seiner Shorts überwand, bis sie schließlich das in die Hand bekam, was ihr zuvor in den Rücken gedrückt hatte. Ihre Bewegungen waren rhythmisch und geübt, während sie den Kuss vertiefte, insgeheim hoffend, dass Rabastan nicht spontan einfiel, dass er ihr auch noch die Nägel lackieren könnte. Wäre nicht das erste Mal, dass er sie mit einer spontanen Eingebung überraschte. Am besten ließ sie ihn einfach nicht mehr zu Wort kommen und lenkte ihn so lange ab bis sie bekam was sie wollte – und eine neue Frisur gehörte definitiv nicht dazu.


RE: La Dolce Vita - Rabastan Lestrange - 23.04.2022

Wütende kleine Geräusche des Unwillens entkommen der Löwin und Rabastan schmunzelt. Er kennt Lily gut und er weiß, dass er sie mit seinem Verhalten in den Wahnsinn treibt. Er weiß auch, dass es ihre Erregung etwas abmildern wird, wenn er noch länger mit ihren Haaren spielt, doch er ist sich sehr sehr sicher diese später mit nur wenigen Handgriffen oder verheißungsvollen Worten wieder an die Oberfläche locken zu können. Zunächst jedoch liegt seine Aufmerksamkeit auf ihrer wundervollen roten Mähne und er lässt sich Zeit, hat keine Eile.
"Oh ich begehre keine Haare neben den deinen. Der Beruf des Friseurs würde mich höchstens trostlos stimmen, da die Frisuren der anderen nie mit der deinen mithalten könnten.", säuselt er an ihrem Ohr. Lily würde die einzig wahre für ihn sein. Das würde sie immer und in jeder Hinsicht. Wer die Vergangenheit des Raben kennt, der weiß wie schwer dieses Versprechen wiegt. War er doch früher eher für seine Sprunghaftigkeit bekannt und für seine vielen Geliebschaften. Heute gibt es jedoch nur noch Lily. Es würde immer nur Lily für ihn geben.
Während ihre Erregung mit der fürsorgevollen Pflege ihrer Haare also sinkt, so tut es der seinen keinen Abbruch und das wird sie deutlich spüren, als er die Arme um sie legt und sie an sich zieht.
"Hmm das würde mir schon gefallen, wenn ich dir morgen die Haare machen dürfte. Du könntest zuvor Frühstück für mich machen und mir erzählen, was du am Tag alles vor hast. Dann würde ich dich hinaus in die Welt entlassen und würde mich wieder zu meiner Sonnenliege begeben, die schwere Bürde männlich ertragend, dass ich dich erst am Abend wieder sehen können würde", erklärt Rabastan und seufzt dramatisch. Seine Hände streichen sanft über ihre weiche Haut, am Saum ihrer Unterwäsche, bis sich seine Löwin dann plötzlich aus seinem Griff windet und sich umdreht.
Viel zu schnell geht es ihm nun, doch sein Protest wird erstickt von ihren süßen Lippen, die sich mit den seinen vereinen und schon wenig später sind es ihre Hände, derer er seine gesamte Aufmerksamkeit schenkt.
Rhythmisch bewegen sie sich und sie vollführt genau die Handgriffe, die es braucht um den Raben völlig um den Verstand zu bringen.
Ein zufriedenes Seufzen kommt über seine Lippen und er öffnet die Augen um Lily anzusehen, sobald der Kuss endet. Sein Blick macht recht deutlich, dass das Blut seinen Kopf nun verlassen hat. Dort ist nur noch Glückseligkeit, die ihn vollkommen einnimmt. Er ist einzig und allein fähig Lily verliebt anzusehen. Glücklich und zufrieden, sich immer noch fragend, wie er dieses Glück nur verdient hat.
Ein paar Sekunden nimmt er sich Zeit um sie nur anzusehen, stumm zu genießen und hier und da ein leises zufriedenes Seufzen von sich zu geben. Dann kommt Bewegung in ihn. Er drückt Lily erneut gegen die Tür, mit dem Rücken diesmal. Seine linke Hand findet den Verschluss ihres BHs und seine geübten Finger öffnen den Verschluss geschickt, worauf das überflüssige Stück Stoff zu Boden geht. Seine rechte Hand - noch geübter als die Linke - macht sich unterdessen an einem anderen Stück Stoff zu schaffen, bzw. den empfindlichen darunter verborgenen Stellen. Durch den Stoff hindurch vollführen seine Finger kreisende Bewegungen und finden dabei nach kurzer Suche auch genau die richtige Stelle, wie er an einem kleinen Zucken Lilys erkennt. Rabastans Lippen verlässt ein belustigtes Geräusch, denn er findet es toll wie einfach er Lily in diesen Zustand versetzen kann. Schließlich weiß er, dass nicht jeder Mann über diese Fähigkeiten bei Frauen verfügt und er bildet sich durchaus etwas darauf ein.
Doch obwohl er gut in dem ist was er tut, würde er nie an die Fähigkeiten Lilys heranreichen. Er ist längst wie Butter unter ihren Fingern, völlig gefangen in seiner Lust und wenn er sich nicht zurückhalten würde, so wäre ihr Spiel schon jetzt bald vorbei.
Dafür genießt er jedoch viel zu sehr, schließt nun wieder genüsslich die Augen und senkt seine Lippen auf ihren Hals um ihre weiche Haut dort zu liebkosen. Viel zu gern verpasst er ihr Knutschflecken, auch wenn sie dann schimpft. Er zeigt der Welt eben gern, dass sie zu ihm gehört. Viel zu gern...
Ob sie es je in die Dusche schaffen würden?